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Innenausstattung

Synagoge innenIn der Mitte des Raumes erhebt sich ein achteckiges Podium, im Hebräischen „Bima“ oder „Almemor“ genannt. Von dort wurde während der Gottesdienste aus der Torah, den fünf Büchern Mose, gelesen und das Wort Gottes ausgelegt. Auf der Steinbank nahmen folgende Personen Platz: der Rabbiner, der Kantor und der der Synagogenvorsteher. An der östlichen Stirnseite erhebt sich die heilige Lade, im Hebräischen „Aron haKodesch“ genannt. Die heilige Lade diente der Aufbewahrung der Torah-Rollen. Heute ist der Schrein leer, da die Thora in den Wirren der Reichspogromnacht verschwunden ist. Ihr Verbleib konnte nicht ermittelt werden.
Interessant ist auch das Fenster über der heiligen Lade, das den symbolischen Blick nach Jerusalem ermöglichen soll. Frauen nahmen an den Gottesdiensten auf der Empore teil, die sich an der Westseite befindet. Ursprünglich durften Frauen nur über das Nachbarhaus die Empore betreten, der Eingang in der Rosenbadstraße war den Männern vorbehalten. Die Empore zählt außerdem nicht zur Synagoge, denn auch der Synagogenraum war den Männern vorbehalten. Die heutige Treppe wurde in den 1950er Jahren eingebaut. Eine Gedenktafel erinnert an die Märtyrer der Gemeinde, die in der Shoa umkamen.