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Innenausstattung der Ansbacher Barocksynagoge

In der Mitte des Raumes erhebt sich ein achteckiges Podium, im Hebräischen "Bima" oder "Almemor" genannt. Von dort wurde während der Gottesdienste aus der Torah, den fünf Büchern Mose, gelesen und das Wort Gottes ausgelegt. Auf der Steinbank nahmen folgende Personen Platz: der Rabbiner, der Kantor und der der Synagogenvorsteher.

An der östlichen Stirnseite erhebt sich die heilige Lade, im Hebräischen "Aron haKodesch" genannt. Die heilige Lade diente der Aufbewahrung der Torah-Rollen. Heute ist der Schrein leer, da die Thora in den Wirren der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 verschwunden ist. Ihr Verbleib konnte nicht ermittelt werden.

Interessant ist auch das Fenster in der Ostseite des Dachstuhls über der heiligen Lade, das den symbolischen Blick nach Jerusalem ermöglichen soll.

Frauen nahmen an den Gottesdiensten auf der Empore ("Frauensynagoge") teil, die sich an der Westseite befindet. Ursprünglich durften Frauen nur über das Nachbarhaus und den Eingang in der Reuterstraße die Empore betreten, der Eingang in der Rosenbadstraße war den Männern vorbehalten. Die Empore zählt außerdem nicht zur Synagoge, denn auch der Synagogenraum war den Männern vorbehalten. Die heutige Treppe wurde aufgrund der Vermietung des angrenzenden ehemaligen Dienerhauses in den 1950er Jahren eingebaut.

Im Vorraum der Synagoge erinnern Gedenktafeln an die Märtyrer der Gemeinde, die in der Shoa umkamen.

Impressionen der Synagoge betrachten

Innenansicht der Ansbacher Barocksynagoge, Foto: Alexander Biernoth

Davidstern
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